Samstag, 31. Mai 2008

Sommerfest am Arsch der Welt

Es ist Samstag, ca. 22.30 Uhr und ich sitze alleine in meiner 50qm Wohnung. Eigentlich wäre genau jetzt der Zeitpunkt gekommen, sich zu fragen, was zur Hölle in meinem Leben eigentlich falsch läuft! Doch ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Es liegt weniger an den 400g Ofenkäse, die ich gerade samt eines Baguette verputzt habe, als vielmehr an dem nervtötenden Szenarium, das sich vor meiner Haustür abspielt.

Beim Einzug vor drei Jahren habe ich zwar die unmittelbare Nähe zum Dorfplatz des 2000-Seelen-Arsch-der-Welt-Kaffs zur Kenntnis genommen, jedoch keine weiteren Bedenken diesbezüglich gehabt. Der heutige Abend belehrt mich erneut eines Besseren.

Es ist Sommerfest am Arsch der Welt. Zum dritten Mal lasse ich diese Tortur nun schon über mich ergehen. Und es wiederholt sich alles bis ins kleinste Detail: Die Ireen Sheer-Coverband, die angetrunkenen Dorfproleten, die im 5-Minuten-Takt vor, neben und über mein Auto urinieren und natürlich die Männer der freiwilligen Feuerwehr, die ungemein verhaltensoriginell die Sirene ihres vorsintflutlichen Gerätewagens um Mitternacht zum Heulen bringen. Freaks!

Besäße ich ein ausreichendes Maß an Niveauflexibilität, würde ich mich betrinken und in die Menge stürzen. Doch was zu viel ist, ist zu viel. Mir bleibt die Option meinen Fernseher lauter zu drehen und zu hoffen, dass nächstes Jahr wenigstens auf Ireen Sheer verzichtet wird.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

hey sebel
ich glaube.. so langsam darfst du die gloggerpause wieder aufheben und uns mit euen geschichten auf den laufenden halten.
ich fände das auf jeden sehr cool :-)

rock it !
cheers der mitch