Der Grundstein ist gelegt, meine guten Vorsätze stehen und nichts und niemand kann meinen Worten entfliehen. Doch was will die Generation Doof überhaupt hören? Viel wichtiger: Was kann sie überhaupt noch hören?
Die Zeiten sind härter geworden. Wer heutzutage keine Aufmerksamkeitsstörung vorweisen kann, gerät schnell ins gesellschaftliche Abseits. Wo früher auf dem Schulhof Glitzersticker getauscht wurden, wird heute um die Tagesdosis Methylphenidat gespielt. Dort, wo früher die Namen Lisa, Britta, Inga, Ole, Bosse und Lasse ausreichend waren, müssen heute 400 Pokemon mit dazugehörigen Kraftpunkten und Spezialattacken verinnerlicht werden.
Es bleibt kein Platz mehr für die GROßEN Dinge des Lebens. Menschen aus der Generation Doof werden unruhig, wenn nach sieben Minuten Wagner-Oper immer noch kein Jamba-Frosch über die Bühne gerannt ist. Sie werden unsicher, wenn der Nachrichtensprecher komplizierte Begriffe wie Bruttoinlandsprodukt oder Vermittlungsausschuss benutzt.
Die gesellschaftliche Ausgangssituation ist bescheiden - respektive beschissen. Die Wege zum Erreichen meiner Ziele müssen überdacht werden, sie müssen innovativ und hip sein. Und ich weiß auch schon, an welcher Stelle ich sie finden werde: Im Proletenfernsehen.
1 Kommentar:
genial...
ernsthaft.
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