Und ich meine das ehrlich. So bald der erste Eintrag auf dem Hochglanzdisplay flackert, stellt sich ein Gefühl tiefster Zufriedenheit ein. Man möchte mehr davon. Fast wie damals, als sich die hochnäsige Priscilla (manche Eltern schrecken vor nichts zurück...) an unserer Abiturfeier über ihren 2000 Mark Gucci-Fummel gekotzt hat. Wie bereits gesagt: FAST wie damals...
Bloggen befreit das Wesen. Das Über-Ich hat keine Chance, und das Es errötet vor Scham. Freud hätte sicherlich nur noch gebloggt, wäre es ihm in seiner Zeit möglich gewesen. Schade eigentlich, ich hätte den Feed abonniert.
Doch warum realisiere ich das erst jetzt? Die unzähligen Abende, an denen ich zum x-ten Mal mit Captain Jean-Luc Picard die "final frontier" durchbrochen habe erscheinen mir plötzlich so vergeudet. Ich halte kurz inne (...), ziehe an meiner Zigarette und - mich beschleicht ein mulmiges Gefühl.
Ist Bloggen die neue Droge der Generation Doof? Gehören sinnlose Besäufnisse und Pöbeleien Halbwüchsiger am Hauptbahnhof nun der Vergangenheit an? Spürt sich unsere Jugend nur noch, wenn sie drittklassige Videos von Youtube verlinkt? Fragen über Fragen schießen durch meinen Kopf. Ich flüchte und schiebe die nächste Halbstaffel TNG in den DVD-Player. Für heute habe ich fertig gebloggt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen